Zimt und Grapefruit


Das Für und Wider einer Bekämpfung von Diabetes mellitus mit Hilfe von Zimt und Grapefruit wird derzeit heiß diskutiert.
In Bezug auf Zimt gibt es klinische Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit.
Mehrere Studien belegen, dass die Einnahme von Zimtextrakt eine deutliche Senkung des Blutzuckerspiegels bewirkt.
Man weiß, dass Zimt einen sekundären Pflanzenstoff enthält, der ähnlich wie Insulin wirkt.

Bei gesunden Menschen wird Insulin im Körper gebildet und dockt an die Insulin-Rezeptoren der Zellen an; für den Körper das Signal, den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu transportieren.
Beim Diabetiker ist diese Übertragung gestört, das Signal wird gesendet und Insulin ausgeschüttet, aber die Zellen reagieren nicht und der Zucker bleibt im Blut.

Versuche haben gezeigt, dass Zimt eine positive Wirkung auf bestimmte Enzyme hat und so die Aufnahme des Blutzuckers verbessert. Allerdings ist das Gewürz nicht zur alleinigen Diabetestherapie geeignet, denn der Körper braucht Insulin, um Zucker aufnehmen zu können.

Eine amerikanische Studie weist außerdem darauf hin, das Zimt zusätzlich den Fettstoffwechsel beeinflusst, indem bei regelmäßiger Einnahme das Gesamtcholesterin und der Fettanteil im Blut gesenkt wurden.
Nach Absetzen der Zimttherapie verschlechterten sich die Werte wieder.

Zu beachten ist auch, das Zimt durch den in ihm enthaltenen Wirkstoff Cumarin ein gewisses Risiko für Lebererkrankungen und Allergien birgt.
Für eindeutige Empfehlungen, was die Höhe der nötigen Dosis betrifft, fehlen noch eindeutige Langzeitstudien.

Neben Zimt wird auch Grapefruits eine heilende Wirkung bei Diabetes nachgesagt.
Israelische Forscher haben herausgefunden, dass Naringin einen positiven Effekt auf den Fettstoffwechsel des Körpers und die Insulinempfindlichkeit der Zellen hat. Naringin ist ein antioxidativer Pflanzenstoff der Zitrusfrucht, dem Grapefruits ihren bitteren Geschmack verdanken.
Er wird im Körper zu Naringenin umgebaut und regt den Fettabbau in der Leber an, kann somit den Cholesterinspiegel senken und Diabetessymptome mildern. Vermutlich regen die Früchte den Zuckerstoffwechsel an.

In einer klinischen Pilotstudie in San Diego wiesen Forscher an 100 übergewichtigen Personen nach, das diese besser abnahmen und nach den Mahlzeiten geringere Glukose- und Insulinwerte im Blut hatten, wenn sie vor der Mahlzeit Grapefruit als Frucht oder Saft zu sich genommen hatten. Naringin hat auf den Körper eine ähnliche Wirkung wie eine Fastenkur, bei der Fettsäuren abgebaut statt langfristig gelagert werden.
Nach Ansicht der Wissenschaftler ist der Effekt von Naringin vergleichbar mit der Wirkung gängiger Medikamente zur Zucker- und Fettstoffwechselregulation.

Ein Typ II Diabetiker kann durch Bewegung und Ernährung viel zur Verbesserung und Stabilisierung seiner Werte beitragen.
Warum also nicht Zimt und Grapefruit in den täglichen Speiseplan einbeziehen?


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